9 spannende Monate

02.08.2017 15:53

9 spannende Monate

Wie sich Ihr Baby von der Zeugung bis zur Geburt entwickelt

Woche 1 bis 4

Neues Leben…

…wächst heran: Aus einer Verbindung von Ei- und Samenzelle ist ein einzigartiges Lebewesen entstanden, das eine Kombination der Eigenschaften seiner Mutter und seines Vaters in sich trägt. Und weil sich da Protein des neuen, noch mikroskopisch kleinen Organismus vom Körperschweiß der Mutter unterscheidet, wird es von deren Immunsystem als „Fremdkörper“ wahrgenommen. Um zu verhindern, dass der Keim abgestoßen wird, produziert der Organismus der Mutter Stoffe, welche die Immunabwehr „herunterfahren“. Hat eine Frau schon mehrere Fehlgeburten erlebt, besteht die Möglichkeit das Immunsystem durch Medikamente „herunterzufahren“.

Woche 5 bis 8

Herz und Hirn…

… des Babys entstehen in diesem Zeitraum ebenso das Rückenmark und alle anderen innere Organe. Auch die Sinnesorgane werden angelegt und auch die Gelenke an Schultern, Hüfte, Knie und Ellenbogen. Im zweiten Monat macht sich die Schwangerschaft auch bei Ihnen meist schon deutlich bemerkbar: Hormonausschüttungen bewirken, dass sich Geruchs- und Geschmackssinn verändern. Das Herz des Babys schlägt ungefähr doppelt so schnell wie das der Mutter, doch auch ihr Körper muss Hochleistungen erbringen. Viele Frauen fühlen sich müde und ausgelaugt. Schonen Sie sich und gönne Sie sich alles, was Ihnen gut tut: Bewegung an der frischen Luft, Massagen, alles was den Kreislauf schonend anregt und entspannt ist nun angesagt.

Woche 9 bis 12

Drei Zentimeter…

… misst Ihr Ungeborenes zu Beginn des dritten Schwangerschaftsmonats, bis zu dessen Ende wird es doppelt so groß sein. Sein Gehirn wächst im Rekordtempo und über Botenstoffe in Ihrem Blut nimmt es nun Ihre Stimmungen wahr. Ihr Hormonhaushalt stellt sich deutlich um, das Bindegewebe beginnt weicher zu werden: Ihre Venen an den Beinen können Sie durch Stützstrümpfe, Wechselduschen und Bewegung unterstützen, wenn die Verdauung ins Stocken gerät, hilft ballaststoffreichere Ernährung.

Woche 13 bis 16

Das Gesicht…

… Ihres Kindes nimmt nun menschliche Züge an, es kann lächeln und gähnen und die Stirn runzeln. An den Fingerkuppen entstehen jene Linien, die es während seines ganzen Lebens unverwechselbar machen. Und es beginnt am Daumen zu lutschen, um so das Saugen fürs Stillen zu trainieren.

Woche 17 bis 20

Wenn Ihr Kind sich bewegt…

… können Sie das nun erstmals spüren. Im fünften Monat wiegt das Baby nämlich bereits mehr als ein Viertelkilo und ist über 15 Zentimeter lang. Es schluckt Fruchtwasser und nimmt, je nach dem, was Sie gegessen haben, dessen unterschiedlichen Geschmack wahr. Es hört Geräusche wie Ihre Stimme und seine Augen reagieren auf Licht.

Woche 21 bis 24

Munter und aktiv…

… turnt ihr Kind nun in der Fruchtblase herum. Und sie spüren nicht nur seine Bewegungen, sondern sogar, wenn es Schluckauf hat: Das trainiert die Atemmuskulatur. Der Babybauch bewirkt, dass Ihre Haltung deutlich ins Hohlkreuz wechselt – für Entspannung und Muskeltraining bieten sich Yoga, Bauchtanz und Wassergymnastik für Schwangere an. Nun wäre auch der richtige Zeitpunkt, mit einem Kurs zur Geburtsvorbereitung zu beginnen.

Woche 25 bis 28

Rund 1 Kilogramm…

… würde ihr Baby nun schon auf die Waage bringen – es beginnt bereits Fettreserven für die ersten Tage nach der Geburt anzulegen, bis das Stillen so richtig in Gang gekommen ist. Auch sein Immunsystem bildet sich aus, indem Antikörper aus dem Blut der Mutter aufgenommen werden.

Woche 33 bis 36

In Geburtsposition…

… dreht sich Ihr Baby jetzt – der Kopf liegt nun unten vor Beckeneingang. Zumindest ist das bei fast allen ungeborenen so. Liegt das Baby nicht „richtig“, kann die Hebamme versuchen, es zu drehen. Manche Kinder lassen sich so „überreden“, die anderen bleiben in „Steißlage“. Was nicht zwingend heißt, dass keine natürliche Geburt möglich ist – möglicherweise wird zur Sicherheit für Sie das Kind aber doch per Kaiserschnitt entbunden.

Woche 37 bis 40

Es ist soweit…

… oder doch nicht? Nun kann es jeden Tag „losgehen“, aber nur sehr wenige Kinder kommen genau zum errechneten Termin zur Welt. Warum? Der genaue Tag der Zeugung ist ja nicht genau bekannt, als Ausgangsdatum dient die letzte Monatsblutung, was zwangsläufig zu Ungenauigkeiten führt. Darüber hinaus kommen in den letzten Jahren vermehrt Kinder zur Welt – die Gründe dafür sind unbekannt. Wenn es also  noch dauert: Geduld – Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt wird entscheiden, ob und wann die Geburt mit medizinischer Hilfe eingeleitet werden sollte.


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